Vienna art nouveau

Der Jugendstil oder Art nouveau ist eine kunstgeschichtliche Epoche an der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert. Dem Jugendstil zuzuordnende Strömungen sind der Reformstil (nach der Reformbewegung), der Secessionsstil (nach der Wiener Secession), Modernisme (bezogen auf Katalonien), in Russland Modern, tschechisch Secese, slowakisch Secesia, polnisch Secesja, ungarisch Szecesszió. Neben dem im Französischen, Englischen und Italienischen dominierenden Ausdruck Art nouveau wird im Englischen auch Modern Style und im Italienischen Stile Floreale oder Liberty verwendet. Zeitlich gehört der Jugendstil zum Fin de siècle.

 

Die Wiener Secession wurde am 3. April 1897 von Gustav Klimt, Koloman Moser, Josef Hoffmann, Joseph Maria Olbrich, Max Kurzweil, Josef Engelhart, Ernst Stöhr, Wilhelm List, Adolf Hölzel und anderen Künstlern als Abspaltung (Secession) vom Wiener Künstlerhaus gegründet, da die Künstler den am Künstlerhaus vorherrschenden Konservatismus und traditionellen – am Historismus orientierten – Kunstbegriff ablehnten. Vorbild war die Münchner Secession. Die erste Ausstellung fand 1898 statt. Im selben Jahr wurde die bedeutendste österreichische Kunstzeitschrift Ver Sacrum gegründet. Links neben der Eingangstür findet sich der Wahlspruch Ver Sacrum („Heiliger Frühling“), der die Hoffnung auf eine neue Kunstblüte ausdrücken soll. (Wikipedia)

 

Otto Wagner war der bedeutendste österreichische Architekt, Architekturtheoretiker, Visionär und Stadtplaner Wiens in der Belle Epoque beziehungsweise um das Fin de siècle.

Seine Jugendstil­bauten, seine universitäre Tätigkeit und seine Schriften über Stadtplanung verhalfen ihm ab den 1890er Jahren zu Weltgeltung.

 

Abkehr vom Jugendstil.  Adolf Loos und das Looshaus. (Letztes Foto)

Adolf Loos propagierte rein funktionelle Architektur und distanzierte sich vom Jugendstil.

Das Looshaus am Michaelerplatz ist bestes Zeugnis seines Schaffens.

Ohne Ranken, Wellen, florale Ornamente, geschwungene Linien, Pflanzen- und Symbolmotive,

Weil die damals üblichen Fensterumrahmungen (Faschen) sowie Verdachungen fehlten, war dieses Haus ein Schock für die an den Historismus gewöhnten Wiener Bürger.

Sogar Kaiser Franz Joseph, der das Haus von der Hofburg aus sehen konnte, war von dem Bau wahrlich auch nicht begeistert.

 


Kirche am Steinhof

Die Kirche am Steinhof wurde von 1904 bis 1907 nach Entwürfen von Otto Wagner erbaut und gilt als eines der bedeutendsten Bauwerke des Wiener Jugendstils. Das römisch-katholische Kirchengebäude befindet sich auf dem Gelände des „Sozialmedizinischen Zentrums Baumgartner Höhe“ im 14. Wiener Gemeindebezirk Penzing. Wikipedia


LKH Graz im Jugendstil

Das Klinikum besteht aus einem Ensemble von 29 im Secessionsstil errichteten Gebäuden, welche im Mai 1912 fertiggestellt wurden. Innerhalb von neun Jahren wurde an der damaligen östlichen Stadtgrenze von Graz eines der damals größten und modernsten Krankenhäuser Europas erbaut. Das LKH-Universitätsklinikum ist eine der wenigen Jugendstil-Großanlagen in Österreich. Obwohl der Komplex seit seiner Erbauung viele moderne Zubauten erhielt, beeindruckt die städtebauliche und architektonische Geschlossenheit bis heute.

Textteile entnommen aus: Wikipedia

 

Fotos von der Kirche „Zum heiligen Erlöser" auf dem Areal des Klinikums.

Das Kirchengebäude wurde nach den Plänen der Architekten Karl Hupfer und Franz Gabrič im Jugendstil erbaut.
(In Anlehnung an die Kirche am Steinhof von Otto Wagner)

 


Wiener Zentralfriedhof

Friedhofskirche zum heiligen Karl Borromäus

 

   Katholische Kirche Dr.-Karl-Lueger-Gedächtnis-Kirche

 

Der Wiener Zentralfriedhof wurde 1874 eröffnet und zählt mit einer Fläche von fast zweieinhalb Quadratkilometern und rund 330.000 Grabstellen mit rund drei Millionen Verstorbenen zu den größten Friedhofsanlagen Europas. Der Zentralfriedhof gehört aufgrund seiner vielen Ehrengräber, der Jugendstil-Bauwerke und des weitläufigen Areals zu den besonderen Sehenswürdigkeiten der Stadt Wien.

 


Jugendstil in Prag

Secese architektura v praze

 

Der Jugendstil ist der letzte der universalen künstlerischen Stile, der an der Wende des 19. Jahrhunderts zum 20. Jahrhundert praktisch die ganze westliche Zivilisation ergriffen und mit seinen typischen bildkünstlerischen Elementen die Architektur, Malerei und Bildhauerkunst geprägt hat.

 

Der Zauber des Jugendstils bestand aber vorwiegend darin, bis zu welchem Ausmaß er das Alltagsleben durchdrungen hat. Damenmode, Schmuckstücke, Plakate auf der Straße, Möbel und Geschirr – alles war vom Design des Jugendstils geprägt. Sogar die Stationen des damals neuen und super modernen Verkehrsmittels – der U-Bahn – wurden unter dem Einfluss dieses neuen Modestils gebaut,

der in der deutschen Sprache Jugendstil, im Französischen Art Nouveau, Stile floreale oder Stile Liberty im Italienischen, Estilo Modernista im Spanischen und Secese im Tschechischen hieß.

 

Textteile entnommen vom offiziellen Tourismusportal der Stadt Prag.